Medienkompetenz

Die Digitalisierung unserer Gesellschaft, also das Umwandeln von analogen Informationen in digitale Formate, schreitet in einem enormen Tempo voran und betrifft zunehmend alle Lebensbereiche der Gesellschaft in Wirtschaft, Kultur, Bildung und Politik. 

Diese digitale Revolution, mit ihren enormen und noch nicht absehbaren Entwicklungsmöglichkeiten, birgt aber auch, durch z.B. Datenmonopolisierung, ein großes Missbrauchspotenzial, was die Datennutzung und der dadurch möglichen Manipulationen angeht. Somit werden auch hohe und neue Lernanforderungen an die individuellen Kompetenzen in einer demokratischen Gesellschaft gestellt.

Davon betroffen sind somit auch die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen, die in diesen neuen (digitalen) Erfahrungs- und Lernwelten aufwachsen und sich zurechtfinden müssen. 

Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern und die begleitenden PädagogInnen benötigen entsprechendes Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen, um diesen komplexen Herausforderungen, mit ihren Möglichkeiten und Chancen, aber auch Risiken und Gefahren, gut meistern zu können.

Schule und Jugendhilfe müssen sich der Aufgabe stellen, Kinder und Jugendliche, in deren Lebenswelt, aktiv zu begleiten, und entsprechende Lernangebote, in ihre Alltagsarbeit, miteinzubeziehen. Gleichzeitig müssen, gleichberechtigt und als Grundlage, die "analogen" Lern- und Erfahrungsfelder für die persönliche soziale und individuelle Entwicklung bereitgestellt werden. 

Zentrales Lernfeld im Umgang mit Internet und Daten ist die Medienerziehung mit Medienbildung und Informations- und Kommunikationskompetenz.

Sie beginnt im Kindesalter, braucht gute Vorbilder und sollte auf Augenhöhe stattfinden. Die Interessen der Kinder müssen berücksichtigt werden und die Erziehung sollte möglichst kreativ gestaltet sein.

Um Kritik hinterfragen zu können, ist eine lebensnahe Begleitung, auch in Sachen Medien, nötig; Wissen und Interesse sind Voraussetzung. Ziel ist eine gute Medienkompetenz zu erwerben, durch Medienkunde/-kritik, Mediennutzung und Mediengestaltung. Kontinuierliche Fortbildungen, gut ausgebildeter Fachkräfte, sind hierfür eine Grundvoraussetzung.

SCHORSCH am Puls der Zeit mit #SCHORSCHschnack auf Instagram

Social Media nimmt einen großen Raum in der Lebenswelt von Jugendlichen ein – nicht erst seit Corona. Für uns im SCHORSCH wurde gerade durch die veränderte Situation und die Herausforderungen der Corona-Pandemie sehr deutlich, wie wichtig es ist, die medialen Sozialräume der Kinder und Jugendlichen zu kennen und als Teil unserer Arbeit, noch mehr, mit einzubeziehen. So entwickelten wir während des Lockdowns nicht nur eine Reihe von digitalen Angeboten, die wir auf unserem YouTube-Kanal für Kinder, Jugendliche und Familien bereitstellten. Vor allem haben wir verschiedene offene, interaktive Formate auf Zoom und Instagram ausprobiert, um mit den Kids zu spielen, zu sprechen, mit ihnen Feiertage wie Ostern oder Bayram/Eid zu begehen und einfach für sie da zu sein! Gerade in der Corona Zeit war dies oft der einzige Kontakt zu uns und ihren Freund*innen! 

Diese Angebote wurden gut angenommen und führten uns in einen fruchtbaren Austausch mit den Jugendlichen über die Entwicklung weiterer interaktiver Angebote, bei denen sie selbst Inhalte gestalten und bei der Umsetzung aktiv mitwirken können. So ist die Idee #SCHORSCHschnack auf Instagram entstanden – ein partizipatives, offenes medienpädagogisches Angebot von und für Jugendliche zu schaffen.

Dann laden Jugendliche, einmal im Monat, für sie interessante Leute zu verschiedenen Themen ein, um sie live auf Instagram zu interviewen, wobei alle Jugendlichen ab 14 Jahren herzlich eingeladen sind, in dem Redaktionsteam mitzumachen. 

Mitmachen! Der Quereinstieg ist jeden 1. Dienstag im Monat um 19.00 Uhr im offenen JETZT-Jugendtreff möglich. Jeden 4. Dienstag im Monat geht der #SCHORSCHschnack dann mit einem neuen Gast um 19.00 Uhr auf unserem Instagram-Kanal @jetzttreff live. Mehr und weitere Informationen unter www.schorsch-hh.de und www.facebook.com/schorschimifz/

Im Rahmen der Schulkooperationen (5. - 8. Klassen/ Jahrgänge) wird der Gebrauch von Handy/Smartphone bewusst frühzeitig vorbereitet und ermöglicht, eng begleitet, allerdings erst nach dem Durchlaufen eines ersten Internetführerscheins und nur mit geschütztem Internetzugang

Im gesamten Haus ist ein Besucher W-Lan geschaltet der die  entsprechenden Jugendschutzbestimmungen berücksichtigt. Bei auffälligen Verhalten (Cybermobbing, Sexting, Missbrauch Persönlichkeitsrechte, Meinungsmanipulationen, gewaltverherrlichende Spiele, etc.) wird interveniert, kritisch hinterfragt und entsprechend nachgeschult und aufgeklärt. 

In unserem Lernraum im 1. OG. stehen PCs und ein geschulter Mitarbeiter für Fragestellungen und Schulungen bereit. Selbständiges Lernen und Onlinerecherchen werden hier unterstützt und begleitet, auch in Fragen der Ausbildung- und Berufsorientierung!

In besonderen Medienprojekten (Fotoprojekt 2019 - woher ich komme- ) können eigene kreative Erfahrungen in Mediengestaltung und Nutzung gemacht und reflektiert werden.

Hier unsere Link Angebote zu den Themen

Für Kinder/ Jugendliche